Die European Securities and Markets Authority (ESMA) hat einen weiteren Satz an Entscheidungen zur Durchsetzung der IFRS veröffentlicht. Zur Förderung einer sachgerechten Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS) hat ESMA eine vertrauliche Datenbank, mit Durchsetzungsentscheidung einzelner europäischer Enforcementstellen, entwickelt.

Die Veröffentlichung der Enforcemententscheidungen soll Marktteilnehmer informieren, welche bilanzielle Behandlung nationale europäische Enforcementstellen als mit den IFRS in Einklang stehend ansehen. ESMA sieht die Veröffentlichung der Entscheidung und dazugehöriger Argumentation als Beitrag zu einer einheitlichen Anwendung der IFRS in der EU.

Der neuste Satz an Entscheidungen behandelt folgende Themen:

  • IFRS 9 „Finanzinstrumente“:
    • Berücksichtigung von Bonitätsverbesserungen bei der Bewertung der erwarteten Kreditverluste
  • IAS 2 „Vorräte“:
    • Bewertung des Nettoveräußerungswerts der Vorräte
    • Kosten für den Verkauf bei der Berechnung des Nettoveräußerungswerts von Vorräten
  • IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“:
    • Erfassung von Erlösen im Laufe der Zeit
    • Bedeutende Finanzierungskomponente
    • Ausweis von Einnahmen aus Rechtsstreitigkeiten als Erlöse
  • IFRS 16 „Leasingverhältnisse“
    • Werthaltigkeitsprüfung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, die Nutzungsrechte an Vermögenswerten umfasst
  • IAS 36 „Wertminderung von Vermögenswerten“
    • COVID-19-Indikatoren für Wertminderung
    • Identifizierung von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
  • IFRS 8 „Geschäftssegmente“
    • Geschäftssegmente
  • IAS 7 „Kapitalflussrechnung“ und IAS 8 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, Änderungen von Schätzungen und Fehler“
    • Veränderung der Zusammensetzung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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