AFRAC veröffentlicht einen Comment Letter zum EFRAG-Diskussionspapier „Bilanzierung von Kryptovermögenswerten (-schulden): Inhaber und Emittentenperspektive“. In dem Diskussionspapier werden unterschiedliche Ansätze, um bestehende Rechnungslegungslücken in Bezug auf diese Vermögenswerte und Schulden zu adressieren, aufgezeigt.

AFRAC unterstützt die Initiative von EFRAG, die Bilanzierung von Kryptovermögenswerten und –schulden zu untersuchen.

Grundsätzlich sind drei Kategorien von Kryptovermögenswerten zu unterscheiden:

  • Finanzinstrumente basierend auf der Distributed-Ledger-Technologie (DLT) und somit als Kryptoassets zu qualifizieren;
  • Digitales Zentralbankgeld (Central Bank Digital Currency, CBDC); und
  • Immaterielle DLT-basierende Kryptoassets, die in den letzten Jahren entstanden sind, wie Münzen oder Token, die ein hybrides Instrument darstellen, das die wirtschaftlichen Kriterien von immateriellen Vermögenswerten, Bargeld und Finanzinstrumenten erfüllen kann.

Bei den Finanzinstrumenten basierend auf der Distributed-Ledger-Technologie und dem digitalen Zentralbankgeld sind laut AFRAC keine Änderungen erforderlich.

Die bestehenden IFRS behandeln die immateriellen DLT-basierenden Kryptoassets jedoch nicht umfassend und zufriedenstellend. Einerseits spiegeln die anwendbaren Standards (z. B. IAS 2 und IAS 38) deren wirtschaftliche Merkmale nicht wider, andererseits sind die Standards, die diese Merkmale widerspiegeln könnten, nicht anwendbar, da bestimmte Definitionen und/oder Kriterien dieser Standards nicht erfüllt werden.

AFRAC schlägt daher in seiner Kommentierung die Einführung eines neuen Standards für Investitionen in nichtfinanzielle Vermögenswerte (ausgenommen als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien) vor.

Den Download des Comment Letters von AFRAC finden Sie hier.