Das International Accounting Standards Board (IASB) hat “Interest Rate Benchmark Reform – Phase 2 (Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16)“ herausgegeben. Darin werden in der zweiten Phase nun Sachverhalte adressiert, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken könnten, wenn ein bestehender Referenzzinssatz tatsächlich ersetzt wird.

Die Änderungen in dieser zweiten Phase beziehen sich auf:

  • Modifizierung von finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Verbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten – Das IASB führt eine praktische Erleichterung für die durch die Reform erforderlichen Modifizierungen ein. Diese werden durch eine Aktualisierung des Effektivzinssatzes bilanziert. Alle anderen Modifizierungen werden unter Anwendung der bestehenden IFRS bilanziert.
  • Vorschriften in Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen – Nach den Änderungen wird die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen nicht allein aufgrund der IBOR-Reform eingestellt. Die Sicherungsbeziehungen müssen geändert werden, um Modifizierungen des Grundgeschäfts, des Sicherungsinstruments und des abgesicherten Risikos widerzuspiegeln.
  • Angaben – Um den Adressaten zu ermöglichen Art und Ausmaß der Risiken, die sich aus der IBOR-Reform ergeben, zu verstehen, sind von den Unternehmen folgende Angaben zu machen:
    • Die Handhabung des Übergangs von den Referenzzinssätzen zu alternativen Referenzzinssätzen, sowie welcher Fortschritt zum Berichtszeitpunkt bereits erzielt wurde und welche Risiken, sich aus dem Übergang ergeben;
    • quantitative Informationen über nichtderivative finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und Derivate, die weiterhin auf Referenzzinssätze verweisen und Gegenstand der Reform sind; und
    • eine Beschreibung der Änderung der Risikomanagementstrategie im Zusammenhang mit der IBOR-Reform.

Die Änderungen treten für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Jänner 2021 beginnen. Eine frühere Anwendung ist gestattet.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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