Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) veröffentlicht den Entwurf eines Comment Letters zum IASB Entwurf ED/2019/7 eines neuen Standards „Allgemeine Darstellung und Angaben“ („General Presentation and Disclosures“). Dieser Standard soll IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“ ersetzen.

Generell begrüßt EFRAG den Entwurf und die Bemühungen des IASB die Struktur und den Inhalt der Hauptabschlussbestandteile zu verbessern.

EFRAG unterstützt die Vorschläge des IASB die GuV in eine betriebliche, Investitions- und Finanzierungskategorie zu gliedern, um die Vergleichbarkeit zu verbessern und die Vielfalt in der Praxis zu verringern. Allerdings hat EFRAG auch einige Vorbehalte gegenüber einigen Vorschlägen im Entwurf des IASB.

EFRAG ist außerdem der Ansicht, dass die getrennte Darstellung von integralen und nicht integralen assoziierten Unternehmen und Joint Ventures zu relevanten Informationen für die Adressaten von Abschlüssen führen und die Vergleichbarkeit verbessern wird. Jedoch betont EFRAG, dass eine solche Darstellung ein erhebliches Urteilsvermögen erfordert und in der Praxis getestet werden muss.

EFRAG begrüßt die Bemühungen des IASB, Leitlinien für die von der Unternehmensleitung definierten Erfolgskennzahlen (Management Performance Measures, MPMs), welche häufig in der Praxis verwendet werden, bereitzustellen. EFRAG hebt auch eine Reihe von Herausforderungen in Bezug auf die Vorschläge des IASB hervor und erwähnt auch die Möglichkeit eines alternativen engeren Anwendungsbereichs.

EFRAG befürwortet des Weiteren die Bemühungen des IASB, ungewöhnliche Erträge und Aufwendungen zu definieren und Unternehmen zu verpflichten, solche Posten im Anhang anzugeben. Die Definition von ungewöhnlichen Posten scheint allerdings eher eng gefasst zu sein, da sie sich darauf fokussiert, ob die Erträge bzw. Aufwendungen zukünftig anfallen werden.

Kommentare zu dem Entwurf des Comment Letters von EFRAG können bis zum 19. Juni 2020 abgegeben werden.

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