Die European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) legte, folgend einer Anfrage der Europäischen Kommission, ihre endgültige Empfehlung im Zusammenhang mit alternativen Bewertungsmethoden bei der Bewertung von langfristigen Investitionen in Eigenkapitalinstrumenten vor. Insbesondere sollte dabei auf Aktien und aktienähnliche Anlagen eingegangen werden, die zur Erreichung nachhaltiger Entwicklungsziele erforderlich sind.

Etwa 70% der, im Rahmen der öffentlichen Konsultation, Befragten waren der Ansicht, dass eine alternative Bilanzierungsmethode für Eigenkapitalinstrumente in IFRS 9 erforderlich sei. Die Mehrheit der Befragten (52% insgesamt bzw. 78% jener, die angaben, dass eine alternative Bilanzierungsmethode erforderlich ist) forderten eine alternative Bilanzierungsmethode, die die Fair-Value-Bewertung unterstützt und zusätzlich die Wiedereinführung des Recyclings.

EFRAG empfiehlt der Europäischen Kommission, gegenüber dem IASB die Empfehlung auszusprechen die Nicht-Recycling-Behandlung von Eigenkapitalinstrumenten in IFRS 9 sowie eine mögliche Rechtfertigung eines Recyclings der im sonstigen Gesamtergebnis kumulierten Gewinne und Verluste aus dem beizulegenden Zeitwert solcher Instrumente bei deren Realisierung im überarbeiteten Rahmenkonzept zu überprüfen. Bei einer erneuten Einführung des Recyclings empfiehlt EFRAG, dass das IASB auch Merkmale eines robusten Wertminderungsmodells, inklusive der Aufholung von Wertminderungsverlusten, in Betracht ziehen sollte.

EFRAG veröffentlichte ihre Empfehlung gemeinsam mit dem Feedback-Statement zu den öffentlichen Konsultationen und einem Supporting-Paper.

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Den Download der beantworteten Umfrage durch AFRAC können Sie hier nachlesen.