Accountancy Europe (AE) veröffentlicht ein Papier „Interconnected Standard Setting for Corporate Reporting“, in dem eine globale Lösung für eine vernetzte Standardsetzung beschrieben und gefordert wird.

AE beschreibt, dass die nichtfinanzielle Berichterstattung harmonisiert und mit der Finanzberichterstattung verknüpft werden sollte. Es werden neun Kriterien zur Bewertung von Ansätzen für eine vernetzte Standardsetzung in der Unternehmensberichterstattung vorgestellt:

  • Dringlichkeit,
  • globale oder lokale Lösung,
  • Aufsicht,
  • Konsultationsprozess der Standardsetzung,
  • Berücksichtigung von Interessen der Adressatengruppen,
  • Rahmenkonzept und Metriken,
  • Wesentlichkeitslinse,
  • rechtliche Einbettung und
  • Rolle von Technologie.

Diese Kriterien sollen auf die folgenden vier Ansätze zur vernetzten Standardsetzung für die Unternehmensberichterstattung angewendet werden:

  • ein internationales Non-Financial Reporting Standards Board innerhalb der IFRS-Strukturen,
  • eine regionale Konsolidierung, in Form einer Einrichtung eines EU-Standardsetzer für nichtfinanzielle Informationen,
  • getrennte Governance-Strukturen für die Finanz- und nichtfinanzielle Berichterstattung und
  • eine globale Unternehmensberichtsstruktur.

AE beschreibt, dass ein Wendepunkt für einen Systemwechsel erreicht worden ist, bei dem die Stakeholder nach zuverlässigen und konsistenten Informationen suchen. Eine globale Lösung für die vernetzte Standardsetzung kann diesen Bedarf decken.

Stellungnahmen zu diesem Papier können bis zum 31. März 2020 abgegeben werden.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.