Die europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (European Securities and Markets Authority, ESMA) veröffentlicht die europäischen Prüfungsschwerpunkte für die Jahresabschlüsse.

Die europäischen Prüfungsschwerpunkte für die IFRS-Abschlüsse 2019 sind insbesondere:

  • spezifische Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 16 „Leasingverhältnisse“;
  • spezifische Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ für Kreditinstitute und IFRS 15 „Erlöse aus Verträgen mit Kunden“ für allgemeine Emittenten; und
  • spezifische Fragen im Zusammenhang mit der Anwendung von IAS 12 „Ertragsteuern“.

ESMA betont auch die potenziellen Auswirkungen der IBOR-Reform auf die Finanzberichterstattung sowie die Bedeutung einer rechtzeitigen Angabe der Folgen.

Außerdem hebt ESMA die Grundsätze der Wesentlichkeit und der Vollständigkeit, die für die Berichterstattung von nichtfinanziellen Informationen maßgeblich sein sollten, einschließlich der Bedeutung einer ausgewogenen und zugänglichen Berichterstattung hervor. Darüber hinaus erklärt ESMA wie wichtig es ist, angemessene Angaben zu machen, insbesondere im Zusammenhang mit Änderungen aufgrund der Implementierung von IFRS 16.

Für Abschlüsse von Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnen, gilt das europäische einheitliche elektronische Format (European Single Electronic Format, ESEF). ESMA erwartet, dass alles Notwendige unternommen wird, um die neuen Anforderungen rechtzeitig zu erfüllen.

Schließlich wird die Bedeutung von Angaben, mit denen die möglichen Auswirkungen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU analysiert werden, hervorgehoben.

ESMA wird Daten darüber sammeln, wie die Unternehmen die Schwerpunkte umsetzen und die Ergebnisse in einem Bericht 2020 veröffentlichen.

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