Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) veröffentlicht die jährlichen Prüfungsschwerpunkte für das Enforcement, die für Geschäftsjahre gelten, die zum 31.12.2019 oder später enden.

Für jene Unternehmen, die einen Konzernabschluss nach IFRS aufstellen, werden die folgenden Prüfungsschwerpunkte festgelegt:

  • Erstanwendung von IFRS 16 „Leasing“: Dabei sind insbesondere die Laufzeit des Leasingverhältnisses, der Abzinsungssatz, die Darstellung und Erläuterungen, die Wertminderung von Nutzungsrechten sowie Übergangsvorschriften bei der Anwendung zu beachten;
  • Anwendung von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ bei Finanzinstituten und IFRS 15 „Erlöse aus Kundenverträgen“ bei Industrieunternehmen;
  • Spezifische Aspekte bei der Anwendung von IAS 12 „Ertragsteuern“;
  • IAS 38 „Immaterielle Vermögenswerte“.

Der nichtfinanziellen Berichterstattung im Lagebericht wird weiterhin Beachtung geschenkt. Neben der Berücksichtigung der generellen Anforderungen soll insbesondere auf Umweltbelange und klimarelevante Informationen Rücksicht genommen werden.

Für jene Unternehmen, die einen Jahresabschluss nach UGB aufstellen, liegen die Prüfungsschwerpunkte in der Anwendung des bilanzorientierten Konzepts („temporary concept“) zur Ermittlung der latenten Steuern. Um das in § 198 Abs 9 UGB normierte Wahlrecht zum Ansatz aktiver latenter Steuern aus Verlustvorträgen auszunutzen, bedarf es ausreichender passiver latenter Steuern oder überzeugender substantieller Hinweise darüber, dass in Zukunft ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird. Außerdem sind die erforderlichen Angaben im Anhang gemäß § 198 Abs 9 und § 238 Abs 1 Z 3 UGB zu beachten.

Die vollständige Veröffentlichung der Prüfungsschwerpunkte der FMA finden Sie hier.

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