Im Februar 2019 veröffentlichte die Europäische Kommission (EK) einen Vorschlag für die Überarbeitung der unverbindlichen Leitlinien zur Angabe nichtfinanzieller Informationen unter besonderer Bezugnahme auf klimabezogene Informationen und startete dazu eine Konsultation. Anfang Juni publizierte die EK einen Bericht mit den zusammengefassten Rückmeldungen zur Konsultation. Anschließend wurden die neuen Leitlinien in alle offiziellen Sprachen der EU im Amtsblatt publiziert.

Im Rahmen der Konsultation waren die meisten Ersteller und die Aufsichts- und Durchsetzungsbehörden sowie die Adressaten der berichteten Informationen unterschiedlicher Meinung. Im Allgemeinen sprechen sich die Ersteller für weniger empfohlene Angaben aus, während Nichtregierungsorganisationen sowie Aufsichts- und Durchsetzungsbehörden die meisten Vorschläge im Konsultationsdokument befürworten und in einigen Fällen vorschlagen, sie auf verschiedene Weise zu schärfen. Investoren und Unternehmen des Finanzsektors befürworten die vorgeschlagenen Angaben in Bezug auf die Beteiligungsgesellschaften generell, argumentieren jedoch auch, dass es für sie selbst schwierig sein würde, die im Konsultationsdokument geäußerten Erwartungen zu erfüllen, bis sich die Angaben der Beteiligungsgesellschaften verbessert haben.

Die am 20. Juni publizierten neuen Leitlinien für klimabezogene Informationen ergänzen die im Juli 2017 veröffentlichten unverbindlichen Leitlinien für die nichtfinanzielle Berichterstattung. Diese stehen in Einklang mit der im November 2014 veröffentlichten EU-Richtlinie zur nichtfinanziellen Berichterstattung. Die Leitlinien für klimabezogene Informationen basieren auf den Vorschlägen der Fachexpertengruppe für nachhaltige Finanzierungen und nehmen die im Juni 2017 veröffentlichten Empfehlungen der TCFD (Task Force on Climate-related Financial Disclosures) auf. Sie enthalten Empfehlungen, wie Unternehmen die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf das Klima sowie die Auswirkungen des Klimawandels auf ihr Geschäft besser berichten können.

Den zusammenfassenden Bericht der EK finden Sie hier, die deutsche Übersetzung der Leitlinien hier und die Presseerklärung hier.