Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (European Banking Authority, EBA) überprüft nach der Implementierung von IFRS 9 „Finanzinstrumente“ die effektive Umsetzung und die Auswirkungen des Standards auf EU-Banken. In diesem Zusammenhang hat die EBA eine Analyse zu den Auswirkungen des Standards auf EU-Banken durchgeführt und die Ergebnisse in einem Bericht veröffentlicht.

Bereits im November 2016 und Juli 2017, vor der Anwendung von IFRS 9, hat die EBA zwei Folgenabschätzungen des Standards durchgeführt. Die aktuelle Überprüfung stützt sich auf tatsächliche Daten, die von EU-Banken an die zuständigen Behörden übermittelt wurden, und wird durch öffentlich verfügbare Informationen ergänzt. Für alle drei durchgeführten Analysen wurden dieselben 54 Banken aus 20 Mitgliedstaaten untersucht.

Die Ergebnisse des aktuellen Berichts stimmen mit den Prognosen des zweiten EBA-Folgenabschätzungsberichts aus dem Jahr 2017 überein. Insbesondere lassen sich negative Auswirkungen auf das harte Kernkapital (Common Equity Tier 1) sowie eine Erhöhung der Rückstellungen erkennen.

Eine zukünftige und kontinuierliche Überwachung der Auswirkungen von IFRS 9 auf EU-Banken ist aufgrund der Komplexität des IFRS 9 Standards und der Herausforderungen, denen sich die Banken gegenüberstehen, erforderlich.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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