Mag. Prachner schilderte die Facharbeit von zwei Arbeitsgruppen:

  • Arbeitsgruppe „IFRS“ (Leitung o.Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. Alfred Wagenhofer)
  • Arbeitsgruppe „Kleine und mittlere Unternehmen (KMUs)“ (Leitung Mag. Prachner)

Die Arbeitsgruppe „IFRS“ ist eine ständige Arbeitsgruppe und erarbeitet österreichische Stellungnahmen zu den Vorschlägen des IASB. Darüber hinaus erarbeitet die Arbeitsgruppe auch Stellungnahmen zu sogenannten „Austriaca“; das sind Interpretationen der internationalen Bilanzierung zu österreichspezifischen Sachverhalten. Solche Sachverhalte werden durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) nicht behandelt.

Die Arbeitsgruppe „KMUs“ beschäftigt sich mit einer österreichischen Stellungnahme zum Exposure Draft „IFRS für KMUs“ des IASB. Dieses Projekt wurde aufgrund seiner spezifischen Beschaffenheit aus der Arbeitsgruppe „IFRS“ ausgegliedert.

Mag. Prachner wählte für seinen Vortrag zwei Facharbeiten aus:

  • Entwurf eines österreichischen Comment Letters zum IASB Exposure Draft „IFRS für KMUs“ der Arbeitsgruppe „KMUs“
  • Stellungnahme „Fragen der IFRS-Bilanzierung und -Berichterstattung im Zusammenhang mit der Einführung der Gruppenbesteuerung“ der Arbeitsgruppe „IFRS“

Abgesehen von den detaillierten Kritikpunkten des AFRAC an dem IASB Exposure Draft „IFRS für KMUs“ versuchte der Vortrag von Mag. Prachner vor allem die mögliche Relevanz eines „IFRS für KMUs“ für österreichische KMUs darzustellen. Bei seinen Darstellung der AFRAC Stellungnahme zur internationalen Bilanzierung der österreichischen Gruppenbesteuerung umriss Mag. Prachner die Eckpunkte: Aufgrund der sehr heterogenen Abbildung der österreichischen Gruppenbesteuerung in den IFRS-Konzernabschlüssen an der Wiener Börse war eine Harmonisierung dieser Abbildung durch eine AFRAC Stellungnahme erforderlich. Diese Stellungnahme ist die erste AFRAC Stellungnahme zu einem “Austriacum” der IFRS-Bilanzierung.