Der IASB veröffentlicht ein Diskussionspapier IASB DP/2018/1 „Finanzinstrumente mit Eigenschaften von Eigenkapital”.

IAS 32 „Finanzinstrumente: Ausweis“ legt derzeit fest, wie ein Unternehmen, das Finanzinstrumente ausgibt, zwischen finanziellen Verbindlichkeiten und Eigenkapitalinstrumenten unterscheiden soll. Diese Unterscheidung ist wichtig, da sich die Klassifikation der Finanzinstrumente darauf auswirkt, wie die finanzielle Position eines Unternehmens und dessen Performance dargestellt werden.

IAS 32 funktioniert für die meisten finanziellen Instrumente gut. Aufgrund anhaltender Finanzinnovationen ist es für manche Unternehmen allerdings schwierig, komplexe Finanzinstrumente, die Eigenschaften von Fremd- wie auch Eigenkapital aufweisen, zu klassifizieren. Dies kann zu einer unterschiedlichen Anwendung von Rechnungslegungsbestimmungen führen, was es für Investoren erschwert, die finanzielle Position und Performance eines Unternehmens zu beurteilen und zu vergleichen. Darüber hinaus fordern Investoren bessere Informationen, vor allem hinsichtlich Eigenkapitalinstrumenten.

Im ED hat der IASB auf Feedback von Investoren und Anderen reagiert und schlägt folgendes Vorgehen vor:

  • eine klare Begründung zur Verfügung stellen, warum ein Finanzinstrument entweder als Fremdkapital oder Eigenkapital klassifiziert wird, ohne dabei die bestehenden Klassifikationsergebnisse des IAS 32 grundlegend zu ändern; und
  • Verbesserung der Informationen, die durch Darstellung und Offenlegung zur Verfügung gestellt werden.

Nach Ansicht des IASB würde diese Vorgehensweise Investoren mit besseren und stärker vergleichbaren Informationen über Finanzinstrumente, die von Unternehmen ausgegeben werden, versorgen. Außerdem unterstützen klarere Prinzipien Unternehmen bei der Bilanzierung finanzieller Instrumente.

Stellungnahmen werden bis zum 7. Jänner 2019 erbeten.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

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