AFRAC veröffentlicht einen Comment Letter zum EFRAG-Diskussionspapier „Equity Instruments – Impairment and Recycling“.

Mit dem im März 2018 veröffentlichten EFRAG-Diskussionspapier soll die Meinung der Anwender zum Recycling und zur Wertminderung von Eigenkapitalinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert mit Erfassung der Änderungen im sonstigen Gesamtergebnis bilanziert werden, eruiert werden, um danach eine Empfehlung an die EU-Kommission abzugeben, ob und wie die Bestimmungen des IFRS 9 hinsichtlich der Bilanzierung des Bestands an Eigenkapitalinstrumenten verbessert werden können. EFRAG analysiert im DP die Bedeutung von Recycling im Kontext eines langfristigen Investitionsmodells und bringt Argumente zum konzeptionellen Zusammenhang zwischen Recyclinggewinnen und -verlusten aus Ausbuchung und Wertminderung vor.

Basis der Überlegungen von AFRAC ist das neue Conceptual Framework des IFRS. Die Bedeutung der G&V als primäre Informationsquelle für die Ergebnisentwicklung eines Unternehmens wird betont. Die Darstellung der Ergebnisentwicklung eines Unternehmens soll – ergänzt um Einzahlungen von und Auszahlungen an Eigentümer – die Überleitung des Eigenkapitals des berichtenden Unternehmens während der Berichtsperiode darstellen. Vor diesem Hintergrund erscheint es AFRAC nicht als korrekt, die Ergebnisse von Veranlagungen in fremden Eigenkapitalinstrumenten nie in der Ergebnisentwicklung zu zeigen, sondern nur als zusätzliche Eigenkapitalveränderung darzustellen. Nach Ansicht von AFRAC sollten Eigenkapitalinstrumente abhängig vom Geschäftsmodell (Handelsbestand oder nicht) entweder zu FV/P&L (Handelsbestand) oder FV/OCI (inklusive Wertminderung und Recycling über die G&V) bewertet und dargestellt werden.

Den Download des Comment Letters finden Sie hier.